Category: Lyrik


Das warme Wasser liebkost meinen Körper
löst ihn auf
die Form vergeht
die Konturen verschwinden
ich sinke in mich hinein

noch immer fällt das Wasser
sanft auf mich herab
das Rauschen ist betäubend
es entfremdet mich mir
mein Geist ist nicht mehr klar
und gehorcht meinem Willen nicht mehr
ist er noch mein?

schweifend in Nebelschwaden
streift er durch Ewigkeiten
wie Schemen entstehen Gedanken
sie scheinen fremd
doch vertraut
locken sie mich weiter fort
willig
folge ich ihnen
entfliehe meiner Welt
um ihre zu erkunden

Hoffnung

Du kamst zu mir in sternenvoller Nacht
ein Schemen nur, ein dunkler Schatten
und in der Dunkelheit
wurde mir plötzlich Licht

Der Schmerz, der meine Schultern nieder-
drückte, er wurd’ ganz leicht
meine Seele wuchs und füllt’ mich aus
mein Herz, so lang verschlossen, öffnet’ sich

Für einen kurzen Augenblick
durft’ ich erfahren was Liebe ist, was Leben
heißt bevor die Nacht
mich wieder ganz verschlang

Verwandle meine Tränen
in Silberperlen
und winde daraus
einen Trauerkranz

Schmücke die Welt damit
lass sie nicht wissen
dass sie es war
die den Kranz schuf